Wohnen und leben
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HotnRed hat diese Frage am 21.11.2009 gestellt
Guten Abend liebe Mieter, Vermieter und Markler.

Ich hatte heute die Wohnungsabnahme meiner alten Wohnung und mit meinen alten Vermietern und das ist total ausgeartet. Jetzt beschreibe ich erstmal meine Situation bevor ich zur Frage komme. :)


Ich habe 3 Jahre in deHaus gelebt. Ist ein sehr altes Haus mit vielen Rissen in der Hauswand. Aufgrund der Risse, hat sich das Haus teilweise "gesetzt". Nun bin ich vor einem Jahr vom Dachgeschoss ins Erdgeschoss gezogen, weil ich dachte das ist für meine Katzen angenehmer. Ins Dachgeschoss ist dann ein anderer Mieter reingezogen. Ich habe vor 12 Monaten die Wohnung oben und die Wohnung unten von einem Maler komplett weißeln lassen, da die Vermieter gemeint haben ich dürfte nur unten Einziehen wenn ich alles weiß machen lasse. Weil vorher hatte im Untergeschoss ein Italiener gelebt der alles Terrakotta und Sonnengelb gestrichen hatte... ist ja auch schön, teilweise.

Nungut, aufjedenfall habe ich das komplette Haus streichen lassen und bin dann ins EG gezogen. Dort haben wir ein Protokoll erstellt mit Dingen die repariert werden müssen.

Die zwei wichtigsten Punkte waren das Waschbecken im Bad, das hatte einen Riss weil der Vormieter dort mal was reinfallen hat lassen. Und die Terassentür die sich aufgrund der Setzung des Hauses nicht mehr richtig schließen lies. Man musste sie also schon fast "zuknalle" um sie schließen zu können.

Da ich aber Katzen habe habe ich die Tür trotzdem regelmäßig benutzt.

Im Vertrag und im Protokoll steht das diese Mängel bis spätestens Frühjahr 2009 repariert werden oder eben Waschbecken und Tür ausgetauscht werden. Ich habe dann den Sommer über immer wieder mal bei den Vermietern angerufen (sind 5 Vermieter - Erbengemeinschaft) und keiner fühlte sich verantwortlich.

Irgendwann ist es dann passiert: Das Glas aus der Terassentür kam mir entgegen nachdem ich diese mal wieder fast zuschlagen musste. Vor lauter Schock wusste ich nicht so richtig was ich machen soll. Als ich dann eine der Vermieterinen angerufen habe hat diese mir vorgeworfen ich hätte die Tür mutwillig zerstört, da ich ja schond as ganze Jahr über eine neue haben wollte. Also man sieht schon... das reinste Chaos und eigentlich kompletter Blödsinn.

Gut. Ich habe dann für mich die Entscheidung getroffen auszuziehen und zwar so schnell wie möglich.
Nun haben wir uns telefonisch darauf geeinigt das ich keine 3 Monate Frist einhalten muss und bis Ende November raus kann und auch keinen Nachmieter suchen muss.
Laut Protokoll muss ich die Wohnung auch nicht weißeln, da ich das ja alles bereits habe machen lassen.


Heute bei der Wohnungsabnahme gings dann los, zuerst wollten sie das ich Ihnen das neue Waschbecken (das sie vergangene Woche ausgetauscht habe) begleiche und den Schaden meiner Haftpflicht melde. Das habe ich abgelehnt, da ich 1. den Schaden nicht verusacht habe und 2. im Protokoll vom EInzug steht das der Schaden behoben wird.

Darauf hin haben sie gesagt das ich meine 600 Euro Kaution nicht zurück erhalte da im Bad in die Fliesen gebohrt wurde.

AUch die Bohrungen in die Fliesen sind vom Vormieter.
Ich weis ja nicht mal wie man ne Bohrmaschine hält. Ich habe alles aufbauen lassen wozu man sowas braucht und im Bad habe ich nur geklebt. Aber das wussten die dann auch nicht mehr so richtig und meinten dann eben das wäre von mir. Das Protokoll vom Auszug des Vormieters wäre anscheinend nicht mehr auffindbar.

Also das totale Chaos und purer Stress.


Bevor es dann zum Streit gekommen wäre habe ich mich verabschiedet und ihnen gesagt das es aufjedenfall noch folgen haben wird und das ich auf meine Kaution Plus Verzinzung bestehe und das sie wenn sie einen Teil davon einbehalten mir genau mitteilen müssen für was.

Ich solle weiterträumen haben sie dann gemeint.


Ich bin natürlich ejtzt total wütend und aufgewühlt undkann es nicht fassen das man mir gegenüber so bösartig sein kann.


Jetzt ist es so das ich nicht weis ob ich wegen 600 Euro einen Anwalt einschalten soll oder ob ich das nicht selber irgendwie klären kann. Andererseids habe ich absolut keine Lust mehr mich da auf einen Streit einzulassen und mich nun wieder zu bemühen und zu bemühen und zu machen.


Desweitern möchte ich noch kurz was zu den Nebenkosten im Haus erklären. Es gibt Öltanks die von den Mietern selber gefüllt werden müssen und die Mieter (2 Parteien) rechnen das dann aus. Aber wie genau man das ausrechnet habe ich damals in Erfahrung bringen müssen. Die Vermieter haben sich nicht interessiert. ich musste meinem Geld auch immer nachrennen. Das gleiche mit Wasser und Müllgebühren.
Als ich ausgezogen bin vergangene Woche habe ich die Öltanks nochmal füllen lassen und habe es ausgerechnet und es gab einen Heizverlust von knapp 100 Euro. Das ist einfach auf den Zählerständen nicht mit drauf. Vielleicht hat diesmal auch bissl mehr reingepasst in die Tanks. keine Ahnung. Aufjedenfall sind diese 100 Euro noch offen die eigentlich die Vermieter tragen müssten. Oder zumindest sollten die Vermieter mir erklären wie das sein kann und wos da hängt. Aber das können die nicht.


Jetzt habe ich einmal Angst das ich meine Kaution nie mehr sehe und auch das da noch mehr auf mich zukommt, da die mir heute nicht unterschrieben haben das sie meine Kündigung akzeptieren, das ich Öl getankt habe und das ich die Wohnung besenrein und weiß verlassen habe.


Vielleicht kennt sich jemand aus. Das es schonmal was ähnliches gab kann ich mir kaum vorstellen.... oder gibt es echt mehr so idioten auf der welt?!


Viele Liebe Grüße

2 Kommentare zu „Mieter möchten Kaution zurückbehalten!”

Berthelstal Experte! 22.11.2009 09:21

Ich würde Ihnen schon zu einem Anwalt raten, denn für 600 € könnte es sich schon rechnen. Ein Brief vom Anwalt kann schon einiges bewirken, zumal Sie schon einige gute Karten in der Hand haben.

Osito aktiver Benutzer 22.11.2009 11:41

erstmal ein paar Fragen :
wie genau hast du die Wohnung gekündigt ? Nur per mündlicher Absprache am Telefon oder mit der Post ( z. B. per eingeschriebenem Brief mit Rückschein) ?

Hast du sonst irgendwelche zusätzlichen Vereinbarungen ( z.B. im Protokoll bei der Wohnungsabnahme) unterschrieben ?

Was steht im Mietvertrag genau drin über Schönheitsreparaturen bzw. Renovieren und Wände streichen ?

Wenn Sie nix schriftliches ( z. B. Rückschein oder vom Vermieter unterschriebenes Kündigungsschreiben) in der Hand oder Zeugen für die Kündigungsvereinbarung hast wird´s schwierig die Kündigung Ende November ´09 zu beweisen.
Nach der herrschenden Auffassung hat der Vermieter bis zu 6 Monate Zeit die Mietkaution mit seinen Ansprüchen zu verrechnen und zurück zu zahlen.
In diesem Fall können Sie also frühestens im Mai nächsten Jahres damit rechnen. Wenn Sie nicht mangels Beweis nochmal kündigen müssen und diese Kündigung dann ( mit 3 Monaten Kündigungsfrist ) erst zum 28.02.2010 greift.
Ich habe dasselbe Problem und mir hat der Anwalt auch gesagt, daß ich klagen soll.
Da ich keine Rechtschutz-Versicherung habe müsste ich um 960,- Euro zurück zu bekommen erstmal 450,- Euro für den Anwalt und das Gericht bezahlen. Nicht wissend wie das Gericht entscheidet und ob ich das jemals zurück bekomme.
Jemand vom Inkassobüro hat mir dann gesagt, daß in dem Fall wo die Mietkaution nicht so hoch ( nicht mal 1000,- Euro ) ist , die Gericht e tendenziell zu Gunsten vom Vermieter entscheiden, der die Kaution als Sicherheit bis zur kompletten Abrechnung mit den Nebenkosten und Umlagen behalten darf. Und dafür hat er in der Regel 1 Jahr Zeit.
D. h. wenn Sie zum 30.11.09 gekündigt haben macht es erst 2011 , wenn die Kündigung erst zum 28.02.10 greift erst 2012 , Sinn rechtlich dagegen vor zu gehen.
Solange Sie den Vermieter nicht wirklich schachmatt setzen können kostet ein Brief vom Anwalt viel Geld und möglicherweise noch mehr Ärger.



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