Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Folgendes:

ich bin wegen studium nach giessen gezogen und habe hier notgedrungen ein zimmer gemietet: möbliert.

inventar ist im mietvertrag aufgenommen.


mieverhältnis begann am 01.03.2003

habe 400 euro kaution gezahlt, mtl. warmmiete 280 euro (inkl. 60 euro nebenkosten)

die wohnung war beim einzug voll verstaubt - aber da ich keine zeit hatte und froh war, habe ich sie so übernommen.

habe fristgerecht zum 01.02.2004 gekündigt.
zum 05.01.2004 bin ich schon ins studentenwohnheim gezogen.

vermieter besichtigte das zimmer und bemängelte einige ecken, die er nicht für sauber genug empfand. und die klobrille, die ich kaputt gemacht haben soll (was nicht der fall ist).

der vermieter hatte es eilig, dass ich das zimmer übergebe (obwohl ich bis ende januar mieter war): er hat mich immer wieder angerufen und wollte die schlüssel. ich habe leider zugestimmt und habe die schlüssel am 13.01. übergeben - vorher haben wir mit einigen freunden das zimmer blitzsauber gemacht!

seit dem höre ich nichts mehr von meinem vermieter. wo ich ihn angerufen habe, teilte mir seine sekretärin mit, dass alles verrechnet wurde und meine kaution auf reinigung etc. ging - also dass ich keinen cent bekomme!

was kann ich machen? das ist mehr als ärgerlich! rechtsschutz habe ich nicht.

bin für jeden tipp sehr dankbar!!!

ich weiss nicht einmal, wie er meine kaution angelegt hat (er muss es ja auf meinem namen aufs sparbuch anlegen, oder?)
Stichwörter: kaution + vermieter + will + zahlen + zurück

2 Kommentare zu „Vermieter will Kaution nicht zurück zahlen”

Gast Experte!

Hi,

die Kaution muß so angelegt werden, das diese z.B. Verzinst wird ! Die Zinsen stehen Ihnen später zu.

Einfach die Kaution mit "angeblichen Mängel " verrechnen darf er nicht, er muß Ihnen den Mangel anmelden (Schriftlich sonst hat er keine Beweise) und Ihnen eine Frist zur behebung lassen, macht er das nicht, hat er auch kein REcht auf ausgleich der "Renovierungskosten"


Mietkaution- Der Vermieter hat künftig die vom Mieter hinterlegte Mietsicherheit zu dem für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist geltenden Zinssatz anzulegen. Die Zinsen stehen dem Mieter zu und erhöhen die Sicherheit. Neu ist, daß dem Mieter auch höhere Zinsen zustehen, wenn diese erwirtschaftet werden. Der Vermieter muß also höhere Erträge an den Mieter weitergeben.

Die Kaution muss getrennt vom Vermögen des Vermieters auf einem Treuhandkonto aufbewahrt werden. Das gilt bei Wohnungsmietern und bei Gewerbemietern. (KG Berlin, Az. 20 W 6592/9 8)


Hat der Mieter vor seinem Auszug die Wohnung trotz rechtswirksamer Vereinbarung schlecht renoviert, muss mit Nachfristsetzung die Nachbesserung der Schlechtrenovierung verlangt werden. Notwendig ist hierfür die Renovierungsmängel genau zu benennen und dem Mieter mitzuteilen, welche Nachbesserung genau von ihm verlangt werden. Ohne eine solche Beschreibung und Mitteilung ist das Nachbesserungsbegehren unwirksam. (KG Berlin, Az. 12 U 275/01, aus: GE 2003, S. 952)

Go4Gold

Hallo zusammen!


Wie sieht das denn in meinem Fall aus?

Ich erzähle euch mal die ganze Geschichte:

Im Oktober 2002 habe ich in Kempten begonnen zu studieren. Da ich erst unmittelbar vorher das Vorpraktikum gemacht habe, blieb mir nicht viel Zeit für die Wohnungssuche.
Dann stieß ich auf einen älteren Herren, dessen Sohn 1-Zimmer-Appartements vermietet und seinen Vater als Hausmeister engagiert.

Mein Ansprechpartner war immer sein Vater, eben der Hausmeister.

Er zeigte mir eine möbliertes Appartement. Die Möbel waren ne Katastrphe, aber wir einigten uns, dass ich meine eigenen Möbel mitbringen dürfe und er seine Möbel in die nebenanliegende Scheune räumen würde. Die Zimmer waren nicht sehr sauber, aber ich brauchte eben ein Bude für mein Studium. Also unterschrieb ich einen Mietvertrag mit 24 Monaten Laufzeit. Die Kaution in Höhe von 500.- Euro habe ich ihm bar gegeben (mit Quittung).
Die ersten 3 Tage war ich nur damit beschäftigt meine kleine Wohnung zu säubern, da vor allem hinter und unter seinen alten Möbeln noch soviel Dreck vom Vormieter war. Der Ofen war brutal verdreckt und das Badezimmer war auch nicht gerade einladend sauber. Aber mei, ich habs halt sauber gemacht und damit war die Sache für mich erledigt. Das Verhältnis zu meinem Vermieter war eigentlich recht gut: Er erneuerte mit den Unterbau der Küche, denn der alte war schon wirklich alt und ich half ihm z.B. mal schwere Platten von seinem Anhänger in die Schäune zu tragen....
Die Miete hab ich auch immer pünktlich bezahlt und meine Nachbarn liebten mich regelrecht, denn der Vormieter war wohl die reinste Katastrophe.

Nach 9 Monaten:
Aus mehreren Gründen wollte ich aus der Bude raus. Dies teilte ich meinem Vermieter mit und er meinte: Dann müssen wir uns halt um einen Nachmieter kümmern. Also hab ich Aushänge gemacht und inseriert. Eines Tages brachte er dann einen Interessenten mit, der sich die Wohnung ansah und einwilligte die Wohnung ab dem August 2003 zu übernehmen. Ich fragte noch meinen Vermmieter: Sollen wir da jetzt irgendwas schriftlich machen? Aber er meinte nur: Das passt schon!

Naja gut, Ende Juli bin ich dann ausgezogen und am letzten Tag (Übergabetag) zeigte er dann sein wahres Gesicht:

Eins noch vorweg: Nach 3-4 Monaten installierte mein Vermieter einen separaten Stromzähler. Daraufhin sollte ich dann die Strompauschale nicht mehr bezahlen, sondern mich beim örtlichen Stromlieferanten anmelden. Das habe ich gemacht, aber erst 1 Monat nach meinem Auszug die erste Rechnung erhalten.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht warum ich das erwähne, aber ich hatte eben ausgerechnet am letzten Tag keinen Strom mehr. Ich weiß nicht warum, aber mein Vermieter meinte: Sie werden halt ihre Stromrechnung nicht bezahlt haben!
Wie auch, wenn ich noch keine Rechnung bekommen habe?!?!?!
Daher war der Teppich zugegebenermaßen nicht sonderlich sauber, OK!
Aber er meinte ich hätte noch die Wände streichen sollen.
Das sehe ich allerdings nicht so, denn ich habe auch keine gestrichenen Wände bekommen, sondern entdeckte nach dem Rausstellen seiner Möbel überall dunkle Flächen hinter diesen Möbeln. Und obwohl ich am letzten Tag nicht mehr gründlich sauber gemacht habe, habe ich ihm die Wohnung in einem besseren Zustand übergeben als ich sie erhalten habe. Dafür habe ich auch Zeugen!
Ein Übernahme-Protokoll haben wir nicht erstellt. Genauso wenig wie bei meinem Einzug.
Als ich ihn dann auf die Kaution ansprach meinte er, dass er erstmal alles verrechnen müsse und er mir dann bescheid gäbe. Naja, dann bin ich erstmal gefahren.

Nach 5 Wochen rief ich ihn dann mal an, was denn nun mit der Kaution sei, aber er meinte, dass er ja 6 Monate Zeit dafür hätte und diese auch nutzen wird. Außerdem behauptete er, dass da einiges berechnet werden müsse, denn schließlich sei ich vorzeitig ausgezogen (dafür will er einen weiter Monatsmiete in Höhe von 260.- Euro), hätte die Wohnung nicht renoviert und hätte seinen Tiefkühlschrank verschenkt. Was den Tiefkühlschrank angeht: Wie oben erwähnt sollte ich alles auf den Flur stellen, was in die Scheune soll. Das hab ich mit allen Möbeln und eben diesem Tiefkühlschrank gemacht. Warum er behauptet, dass ich ihn verschenkt hätte, weiß ich nicht.

Nach 6 Monaten und 3 Wochen habe ich nun eine Betriebskostenabrechnung vom 1.10.02 erhalten:

Irgendwas rechnet er da vor, wonach mein Guthaben -379,99 Euro beträgt. Das denke ich sollten aber 500.- Euro zuzüglich Zinsen sein!

Dann erwähnt er ne Rechnung vom 2.8.03 für die Reinigung (8 Std. á 10 Euro), wobei ich ja eingestehen muss, dass die Wohnung nicht gründlich sauber war (allerdings: sauberer als bei meinem Einzug; begründet dadurch, dass ich keinen Strom mehr hatte; Übergabeprotokoll gibts wie gesagt auch nicht und schriftlich hat er mich auch nicht daraufhingewiesen, dass und was ich nachbessern müsse). Außerdem noch ne Rechnung vom 5.2.04 (warum so spät???) für Renovierungsarbeiten. Das zählt er alles zusammen und kommt dann auf 653,39 Euro abzüglich der 500.- Kaution (ohne Zinsen!!!) ergibt 153,39 Euro Nachzahlung! Mich hats fast umgehauen als ich das gelesen habe!!!
Die Reinigung würde ich ja noch akzeptieren, auch wenn ich ehrlich nicht weiß was da 8 Stunden lang gemacht worden sein soll?!?!
Die Renovierungsarbeiten sehe ich aber ganz und garnicht ein, denn ich habe auch keine renovierte Wohnung übergeben bekommen und in meinen 10 Monaten die ich dort gewohnt habe, hab ich am Zustand der Wohnung nichts verändert! Zumal es noch nicht mal 10 Monate entspricht, denn am Wochenende und in den Semeseterferien bin ich immer zu meinen Eltern gefahren.

Was die zusätzliche Miete angeht weiß ich nicht, ob ich im Recht bin, denn im Vertrag stehen zwar 24 Monate, aber mündlich hatten wir uns geeinigt, dass ich Ende Juli 2003 ausziehen kann.


So, jetzt bluten mir zwar die Finger, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen!?!?! Bitte! Ich bin echt verzweifelt und einen Anwalt kann ich mir auf keine Fall leisten!

Danke schonmal, Daniel

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